Lisa Junior

INFO zum PYP

Die Internationale Baccalaureate Organization (IBO ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz im Genf. Sie bietet verschiedene Bildungsprogramme für Kinder und Jugendliche an. Dabei handelt es sich um das Primary Years Programme für Kinder von 3 – 13 Jahren, das Middle Years Programme für 11- 16jährige, das Diploma Programme für Schüler im Alter von 16 bis 19 Jahren, und neu das Carrer-related Programme, ebenfalls für 16 – 19jährige. Es verfügen insgesamt 1300 Schulen ind 110 Ländern über eine entsprechende Genehmigung, nach den Kriterien dieser Programme zu unterrichten. Zusätzlich zur Lizenzvergabe, führt die IBO Informationsseminare durch, bildet Lehrer aus, stellt ein elektronischen Datennetzwerk zur Verfügung und unterstützt die einzelnen Schulen im Hinblick auf die Gestaltung der Stundepläne und Leistungseinschätzung der Schüler.

©IBO, International Baccalaureate Organization + 15, Route des Morillons, + CH-11218 Geneva, Switzerland.

Mehr Information über die IBO: http://www.ibo.org/

PRIMARY YEARS PROGRAMME  – Lernen fürs Leben

Das Primary Years Programme (PYP) ist für Schüler im Alter von drei bis zwölf Jahren gedacht. Es handelt sich dabei um ein internationales, fächerübergreifendes Programm, welches die Absicht verfolgt, die gesamte Entwicklung des Schülers nicht nur während des Unterrichts, sondern auch außerhalb der Schule zu fördern. Ziel ist es, dem Schüler akademische Fähigkeiten mit auf den Weg zu geben und zusätzlich soziale, emotionale und kulturelle Aspeckte umfassend zu behandeln. Die körperliche Gesundheit der Schüler wird ebenfalls durch die Einbindung sportlicher Aktivitäten gefördert. Das PYP stellt eine Kombination aus den besten Aspekten der verschiedenen nationalen Schulsysteme und dem Erfahrungsschatz internationaler Bildungsinstitutionen dar. Somit können allen Schülern perfekte schulische Rahmenbedingungen garantiert werden.

SCHÜLERPROFIL

Die Philosophie des PYP besteht darin, den Schülern bestimmte Fähigkeiten und Charakterzüge mit auf den Weg zu geben, mit deren Hilfe ausgezeichnete Chancen auf dem Arbeitsmarkt garantiert werden können.  Diese Merkmale lassen sich zu folgendem Schülerprofil darstellen:

Neugier

Der angeborene Wissensdrang der Kinder wird genährt und gefördert. Sie sind nun in der Lage, zielgerichtete konstruktive Forschung zu betreiben.  Kinder erfreuen sich am Lernen. Dieser wichtige und hilfreiche Charakterzug wird sie ihr ganzes Leben begleiten.

Logisches Denken

Die Schüler treten entschlossen an jede Problemstellung heran und treffen solide Entscheidungen basierend auf ihren analytischen Fertigkeiten. Dabei gehen sie kritisch und zügig vor. Sie scheuen nicht vor komplexen Problemstellungen zurück.

Kommunikationsfreudigkeit

Sie Können Ideen und Informationen in mehreren Sprachen souverän aufnehmen und zum Ausdruck bringen – unter anderem auch in der Sprache der Mathematik.

Risikobereitschaft

Die Schüler finden sich selbst in ungewohnten Situationen bestens zurecht und besitzen das nötige Selbstvertrauen, neue Rollen, Ideen und Strategien zu erforschen. Sie sind mutig und dazu fähig, ihre Einstellungen und Überzeugungen wortgewandt zu verteidigen.

Kenntnisreichtum

Die Schüler haben viel Zeit in unserer Schule damit verbracht, weltpolitische Thematiken zu bearbeiten, und dadurch einen umfangreichen und wertvollen Wissenschatz erworben.

Charakterfestigkeit

Die Schüler haben fundierte moralische Prinzipien. Sie haben gelernt, sich korrekt und ehrlich zu verhalten, und verfügen über einen Sinn für Gerechtigkeit.

Rücksicht

Unsere Schüler respektieren und schätzen die Bedürfnisse und Gefühle ihrer Mitmenschen. Sie tragen die Verantwortung für ihre Pflichten und ihr Verhalten.

Aufgeschlossenheit

Die Schüler respektieren die Ansichten, Werte und Traditionen anderer Menschen und Kulturen. Sie haben gelernt, stets verschiedene Sichtweisen in Betracht zu ziehen.

Ausgeglichenheit

Die Schüler wissen, wie körperliche und geistige Gesundheit miteinander in Verbindung stehen, wenn es um das Wohlbefinden des Menschen im Ganzen geht.

Selbstreflexion

Die Schüler lernen, ihr eigenes Lernverhalten kritisch zu beurteilen und eine konstruktive Analyse ihrer persönlichen Stärken und Schwächen vorzunehmen.

DER LEHRPLAN

Im Herzen der Philosophe des Primary Years Programme steht die Absicht, Lernerfolge durch strukturiertes Recherchieren zu erzielen. Das Unterrichtssystem setzt sich aus sechs fächerübergreifenden Themengebieten zusammen, auf denen die Lehrpläne der Schule basieren. Unterrichtsinhalte werden im Hinblick auf diese Themengebiete behandelt, wobei sich Schüler und Lehrer nicht davor scheuen, fächerspezifische Grenzen und konventionelle Lehrpläne zu überwinden, wenn es darum geht, eine bestimmte Thematik tiefer gehend zu bearbeiten. Auf diese Weise entwickeln die Schüler ein Verständnis für wichtige Konzepte. Sie lernen verantwortungsvoll zu handeln und erwerben für die Zukunft wichtige Fachkenntisse und Fähigkeiten.

Grundprinzip

Das PYP bietet Schülern und Lehrern ein umfassendes Konzept im Hinblick auf die Gestaltung des Unterrichts. Es beinhaltet einen vollständigen Lehrplan, der sowohl Schülern und Lehrern genaue Vorgaben zu Unterrichtsinhalten, Lehrmethodik und Bewertungskriterien gibt. Dieses Modell lässt sich durch drei miteinander verknüpfte Fragestellungen darstellen, wie sie im folgenden Diagramm dargestellt werden:

KONZEPTEFÄHIGKEITENEINSTELLUNGEN HANDLUNGEN
FormLogisches DenkenToleranzNachdenken
FunktionKommunikationRespektAuswählen
UrsächlichkeitSoziale KompetenzRichtiges VerhaltenInitiative Ergreifen
VeränderungenNachforschungUnabhängigkeit
ZusammenhängeArbeitseinteilungBegeisterungsfähigkeit
SichtweiseEinfühlungsvermögen
VerantwortungNeugierde
EinschätzungKreativität
Kooperation
Selbstvertrauen
Engagement
Wertschätzung

Der Lehrplan – Was wollen wir lernen?

Der Lehrplan vermittelt den Schülern grundsätzlich folgende fünf Aspekte:

KONZEPTE

FÄHIGKEITEN

EINSTELLUNGEN

HANDLUNGEN

FACHWISSEN

Die ersten vier Element sind für alle Unterrichtsfächer von Bedeutung und bilden die Grundlage für eine strukturierte und zielgerichtete Arbeitsweise der Schüler. Dabei können in verschiedenen Fächern unterschiedliche Schwerpunkte und Interpretationen dieser Vorgaben auftauchen. Das fünfte Element, das FACHWISSEN, bezieht sich nicht bloß auf die reine Anhäufung von Bücherwissen und analytischen Fähigkeiten, sondern soll den Schülern ein ganzheitliches Verständnis für Ideen und Konzepte vermitteln.

Vorgehensweise – Was wollen wir den Schülern vermitteln?

Eine erfolgreiche Gestaltung des Unterrichts und fächerübergreifende Lehrnerfolge werden durch acht grundlegende Konzepte sichergestellt, die sich in Form von verschiedenen Fragestellungen darstellen lassen. Sie die Basis für spezielle von Schülern und Lehrern gemeinsame gestaltete Unterrichtseinheiten und Projekte, in denen Lernerfolge durch gezieltes Recherchieren herbeigeführt werden soll, und tragen maßgeblich zur Beschaffenheit des Lehrplans bei. Die einzelnen Konzepte (key concepts) lauten wie folgt:

Form: Wie ist es beschaffen?

Funktion: Wie funktioniert es?

Ursächlichkeit: Aus welchen Grund ist es so, wie es ist?

Veränderungen: Inwiefern verändert es sich?

Zusammenhänge: Wie hängt es mit anderen Dingen zusammen?

Sichtweise: Wie lauten die einzelnen Standpunkte dazu?

Verantwortung: Inwiefern sind wir dafür verantwortlich?

Einschätzung der Informationen:  Was sind unsere Quellen und wie gesichert sind unsere Informationen?

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Individuell Fähigkeiten – Wozu sollen die Schüler im Endeffekt in der Lage sein?

Bei den fünf fächerübergreifende Fähigkeiten, welche die Schüler durch die strukturierte Arbeitsweise erlernen sollen, handelt es sich um logisches Denken, selbständiges Arbeiten, soziales Verhalten und kommunikative Kompetenz.

Werte – Welche Einstellungen sollen die Schüler schätzen lernen?

Das PYP unterstützt und fördert bestimmte Werte und Grundsätze. Dazu zählen Toleranz, Respekt, Redlichkeit, Unabhängigkeit, Begeisterungsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Neugierde, Kreativität, partnerschaftliches Verhalten, Selbstvertrauen, Engagement und Wertschätzung. Die Werte werden in der Schule von Lehrern und Schülern gelebt und bis ins Elternhaus hineingetragen.

Handlung – Welches Verhalten wollen wir den Schülern lehren?

Die Schüler werden dazu ermutigt, über sich selbst und ihr Verhalten nachzudenken, sowie alle zur Verfügung stehenden Informationen beim Treffen einer Entscheidung zu berücksichtigen. Ihre Handlungen sollen dem Wohl ihrer Mitschüler, ihrer Lehrer und ihrem gesamten Umfeld dienen.

Fachwissen

Das PYP beinhaltet  sechs verschiedene Bereiche, aus denen die Unterrichtsfächer hervorgehen, in denen die Schüler aller Kulturen und Herkünfte gelehrt werden. Dabei handelt es sich um Sprachen, Sozial- und Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Die Schüler werden auf persönlicher, sozialer und körperlicher Ebene unterrichtet.

Die  ©IBO erwartet von jeder lizenzierten PYP Schule, dass sie eine zusätzliche Fremdsprache zur jeweilige Unterrichtssprache anbietet, um die internationale Perspektive des Lehrplans sicherzustellen. Der Unterrichtsinhalt soll im Hinblick auf folgende sechs fächerübergreifende Motive behandelt werden:

Wer wir sind

Wo und welcher Zeit wir uns befinden

Wie wir uns selbst ausdrücken

Wie die Welt funktioniert

Wie wir uns organisieren

Gemeinsames Leben auf unserem Planet

Mehr Information unter : Programme of Inquiry

Unterrichtsgestaltung – Wie können wir am besten lernen?

Das PYP unterstützt die Lehrkräft, die an den Schulen unterrichten, indem ihnen Richtlinien und weitere Unterstützung zur Verfügung stehen:

Professionelle Hilfestellung

In Seminaren, die von der IBO anerkannt und gefördert werden, bekommen Lehrer die Gelegenheit gemeinsamt an Musterbespielen im Hinblick auf Leistungsbewertung, sowie Unterrichtsplanung und -gestaltung zu arbeiten. Sie werden dazu ermutigt, in ihren Schulen vielfältige Konzepte je nach den Bedürfnissen ihrer Schüler einzusetzen.

Unterrichtsplanung

Die IBO bietet den Lehrern ein strukturiertes Grundkonzept, an welchem sie sich bei der Planung von Unterrichtseinheiten und Projekten orientieren können. Es beinhaltet im Wesentlichen sieben Fragestellungen:

Was ist unsere Absicht?

Welche Hilfsmittel werden wir verwenden?

Was wollen wir lernen?

Wie können wir am besten lernen?

Woran können wir erkennen, was wir gelernt haben?

Wie werden wir vorgehen?

Inwiefern haben wir unser Ziel letztendlich erreicht?

Lernerfolge – Woran können wir erkennen, was wir gelernt haben?

Notengebung

Die Bewertung aller Arbeiten der Schüler wird von den Lehrern aus dem PYP durchgeführt. Es gibt also keinerlei Prüfungen außerhalb teilnehmender Schulen. Die Leistungsbewertung  der Schüler geschieht auf zwei Ebenen, von denen jede eine spezielle Funktion erfüllt.

Einschätzende Bewertungen sind streng mit dem täglichen Lernen verknüpft und helfen den Lehrern, die kommenden Unterrichtseinheiten auf Grundlage dessen zu planen, was die Schüler bereits wissen. Die Gestaltung des Unterrichts wird sehr stark and die Ergebnisse dieser Art der Bewertung angepasst, so dass eine enge Verknüpfung zwischen Unterrichtseinheiten und den Fähigkeiten der Schüler besteht.

Abschließende Bewertungen werden am Ende des Lernprozesses durchgeführt, so dass die Schüler Nachweise über erbrachte Lernleistungen besitzen und vorzeigen können.

Das PYP unterstützt verschiedene Bewertungstechniken. Dazu zählen Schüler-, Lehrer- und Elternkonferenzen, ebenso wie schriftliche Arbeiten (aber nicht unbedingt ein Test), eine genaue und protokollierte  Beobachtung des Unterrichtsverhalten und Referate verschiedenster Art, die von Lehrern und Schülern gemeinschaftlich bewertet werden.

Mehr Info: LISA-JUNIOR Assessment Policy

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Das PYP Portfolio

Das PYP Portfolio – ein Profil, welches die erbrachten Leistungen der Schüler festhält – spielt eine wichtige Rolle bei der Dokumentation ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten. Schüler und Lehrer arbeiten gemeinsam an seiner Zusammenstellung. In der Regel ist Folgendes darin zu finden:

Bespiele besonderer Leistungen des Schülers

Informationen über außerunterrichtliche Aktivitäten und Erfolge

Selbsteinschätzungen des Schülers

Rückmeldungen des Lehrers

Das Portfolio ist zusätzlich sehr hilfreich, wenn einer der Schüler zu einer anderen Schule wechseln möchte, an der das PYP ebenfalls angeboten wird.

Die PYP – Ausstellung

Von den elf- bis zwölfjährigen Schülern, die sich im letzten Jahr des PYP befinden, wird erwartet, dass sie an einem umfangreichen, gemeinschaftlichen Projekt teilnehmen: die PYP Ausstellung. Sie werden bei ihrer Arbeit selbstverständlich von einem Lehrer unterstützt und beraten. Die Schüler haben bei diesem Projekt sehr flexible Wahlmöglichkeiten, was das zu bearbeitende Thema betrifft.

Beispiel:

Eine Gruppe neun bis zehn Jahre alter Flüchtlinge aus Sierra Leone (Westafrika) soll in der Schulgemeinschaft untergebracht werden. Die Schüler werden dazu aufgefordert, eine Anfrage an die Stadtverwaltung vorzubereiten, in der sie Vorschläge für die bestmögliche Unterbringung und Behandlung der Flüchtlinge machen.

Dann wird den Schülern mitgeteilt, dass die Schulverwaltung den afrikanischen Kindern ein Stück Land auf ihrem neuen Schulgelände zugewiesen hat. Sie bekommen die Abmessungen des Gelöndes und ein Budget genannt, mit dessen Hilfe sie einen Ort entwerfen, an dem sich ein Schulalltag für die Flüchtlingskinder verwirklichen lässt.

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